Sonntag, 13. November 2016

Alltag, Arbeit, Lebenszeichen

Hallo ihr Lieben,

hier mal wieder ein Lebenszeichen von mir!

Die meiste Zeit in den vergangen Wochen hat die Arbeit eingenommen. Es läuft immer noch gut und ich habe Spaß im Centre.
In der Kleinkinderbetreuung kann ich meine neu-gelernten Ewé-Vokabeln anwenden, was die Verständigung erleichtert,wenn es auch nur einige Wörter wie "Komm her", "Setz dich" oder "Steh auf" sind. Trotzdem habe ich zu den Kindern schon eine gute Beziehung aufbauen können und freue mich, wenn sie den Kontakt zu mir suchen.

Ansonsten hatten wir am letzten Mittwoch 5 Stunden réunion, also Besprechung, wo sich das ganze Team zusammenfand, um die letzten 2 Monatsberichte auszuwerten. Diese werden von jeder Einheit (z.Bsp. die Psychologen, die Anwälte, die Erzieher oder die Krankenschwestern) verfasst, um die Monatsvorkomnisse zu dokumentieren und alle zwei Monate besprochen.
Es war aufschlussreich und interessant so viel zu erfahren. Einiges wusste ich noch nicht und gerade von den Einheiten, mit welchen ich bei der Arbeit nicht direkt Kontakt habe, war viel Neues zu erfahren.

Nach diesen langen 5 Stunden war ich aber doch sehr froh, erst einmal zwei Stunden Mittagspause zu haben. Bei uns im Projekt schlafen viele Mitarbeiter in dieser Pause. Sie holen dann ihre pagne (also dünne Stoffe) und legen sich auf die Bänke bei uns. Zum Anfang konnte ich mir das gar nicht vorstellen, aber sie haben mir immer wieder gesagt "Tabea, du arbeitest viel. Du musst dich auch ausruhen." Mittlerweile freue ich mich richtig darauf eine halbe oder dreiviertel Stunde die Augen schließen zu können und kann in null-komma-nichts einschlafen. Danach geht man einfach fitter an die Arbeit und durch die Wärme kann man in der Mittagszeit auch kaum etwas machen. (Mein Projekt ist aber auch zum Glück! sehr gut klimatisiert.)
Nach dieser Pause (in der ich auch geschlafen hatte) rief mich die Chefin auf einmal zu sich - ich wusste gar nicht, um was es geht... Da hat sie meine Hand genommen, meinen Arm getätschelt und meinte: "Mein Kind, ich freue mich zu sehen, dass dich ausruhst, denn du arbeitest viel. Das zeigt mir, dass du dich hier wohlfühlst und nun bei uns angekommen bist. Jetzt weißt du, wie wir hier arbeiten : Wir arbeiten hart, ruhen uns aus und arbeiten weiter." und lachte ihr typisches herzliches Lachen. Ein schöner Moment. :-)

Besonders viel Freude hat mir die Arbeit mit den Mädchen in den letzten Wochen gemacht. Momentan sind wieder mehr Mädchen im Haus und die Meisten gehen momentan nicht in die Schule, sodass sie den ganzen Tag im Projekt sind.
Bei der Sporteinheit am letzten Freitag habe ich sie nochmal von einer ganz anderen Seite kennengelernt und wir haben viel gelacht und rumgealbert. Insgesamt merke ich, dass ich nun schon eher die verschiedenen Persönlichkeiten einschätzen kann und so besser auf jedes Mädchen eingehen kann.

So, das war es erst einmal von mir.
Kommt gut in die neue Woche!

À bientôt,
Bis bald,

Tabea

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen