Der letzte große Meilenstein vor meiner Ausreise, das 12-tägige
Vorbereitungsseminar, liegt hinter mir und bald kann ich die Tage
bis zum Flug (am 22.08.) an einer Hand abzählen.
Das
Seminar fand in Northeim statt und ich lernte einen Teil meiner
Mitfreiwilligen aus Togo, aber auch Freiwillige, die nach Ghana, Kenia,
Tansania und Uganda gehen, kennen. Die Tage vergingen wie im Flug, wir
schlossen schnell Freundschaft und lernten sehr viel.
Da
"weltwärts" sich als Lerndienst versteht, gibt es insgesamt 25
verpflichtende Seminartage, die in ein Vor-, ein Zwischen- und ein
Nachbereitungsseminar aufgeteilt sind.
In der ersten
Woche gab es Einheiten zum Teambuilding, viel zur Selbstreflektion und
wir setzten uns kritisch mit der Idee eines Freiwilligendienstes
auseinander, besprachen mögliche Probleme, Lösungsansätze und auch
einige organisatorische Dinge wurden auch noch geklärt.
Gerade
diese Woche war sehr bewegend und intensiv und in den Meisten von uns
arbeitete es noch lang über die Einheiten hinaus. Wir lernten uns somit
in kurzer Zeit sehr gut kennen und bauten innige Bindungen auf -
schließlich sitzen wir ja im selben Boot. ;-)
Die zweite Woche war
thematisch breit gefächert. So lernten wir viel über die
Entwicklungszusammenarbeit, Kolonialismus, setzten uns mit
Kosumverhalten auseinander und sprachen über Themen wie "Kritisches
Weiß-Sein" und wie wir es in Zukunft bei der Berichterstattung
verhindern, unbewusst Klischees und Stereotypen zu verstärken.
Besonders im Kopf blieb mir dabei die Rede "Die Gefahr einer einzigen Geschichte" von Chimamanda Adichie - sehr sehenswert!
https://www.youtube.com/watch?v=D9Ihs241zeg
Nun
wieder zu Hause ordnet sich all das Neugelernte langsam und mir wird
klar, dass ich in dieser Woche meinen Koffer packe und mich von Freunden
und Familie verabschieden muss. Die ersten Abschiede liegen schon
hinter mir und der Gedanke, dass da noch einige kommen, macht mir mehr
zu schaffen, als ich anfangs dachte.
Aber gleichzeitig wächst auch
meine Vorfreude und endlich beginne ich zu verstehen, dass mein lang
erwartetes "weltwärts"-Jahr bald startet. Vor allem das Wissen, dass die
Mitfreiwilligen, die ich jetzt schon kenne, alle so lieb sind, macht es
um einiges leichter zu fahren und ich freue mich, sie bald in Togo
wiederzutreffen!
Bis zum nächsten Mal, vielleicht ja dann schon aus Togo...
Tabea
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